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| Mit dem Wohnmobil im Frühjahr 2007 durch Albanien | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ein Reisebericht von Erika und Werner Pfaffeneder | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Link: Reiseroute | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Neugierde war zu groß um dieses Unternehmen nicht zu starten. Wir fuhren die kroatische, bosnische und montenegrinische Küste entlang bis Ulcinj. Hier wurde unser Wohnmobil nochmals in Schuss gebracht, d.h. Diesel getankt, Wasser nachgefüllt; und letzte Infos von den dortigen Einheimischen eingeholt. Die Infos stimmten uns positiv und so starteten wir zum albanischen Grenzübergang Muriqan. Die 30km lange Anfahrt erfolgte auf einer sehr engen Asphaltstraße. Die diensthabenden Zöllner auf beiden Seiten der Grenze waren ausgesprochen freundlich. Der albanische Beamte sprach ausgezeichnet Englisch. Für das Visum mussten wir 10 Euro pro Person bezahlen. Nach Registrierung im Computer wurden wir mit einem "angenehmen Aufenthalt in Albanien " zur Weiterfahrt entlassen. Los ging das Abenteuer - auf einer sehr guten Asphaltstraße Richtung Shkodra. Bei erreichen der Stadtgrenze mussten wir die Kir auf einer 108 m langen uralten MES-Brücke überqueren. Es war Erlebnis pur, eine Stahlkonstruktion mit teilweisen losen Brettern als Fahrbahn zu überqueren. Am anderen Ufer der Kir wurden wir freundlichst von der Polizei in Empfang genommen, welche uns sogleich Hilfe in jeder Hinsicht anbot. Natürlich wollten wir den Ortskern von Shkodra besichtigen, doch dieses Vorhaben gaben wir nach kurzer Fahrt auf, da die Einfahrtstraße gerade erneuert wurde und mit unserem Wohnmobil absolut nicht zu befahren war. Es gab riesengroße Löcher und Wasserlacken auf dieser Straße und unser Wohnmobil ächzte aus allen Fugen. Daher entschlossen wir uns, dieses Unternehmen abzubrechen und die nahegelegene Burg Rozofa zu besteigen. In der Nähe der vorher genannten Brücke parkten wir unser Wohnmobil um zu Fuß die Burg, welche 100 v. Chr. Erbaut wurde, zu erklimmen. Ein herrlicher Rundblick über eine der ältesten Städte Europas und deren Umgebung entschädigte unsere Anstrengung. Der Rundblick war einfach überwältigend. Da es noch früher Nachmittag war, beschlossen wir uns weiter auf den Weg Richtung Tirana zu machen. In flotter Fahrt ging es auf einer gut ausgebauten Straße Richtung Süden. Leider war diese Traumstraße wegen Straßenerneuerung 20 km vor Tirana zu Ende. Da die Gegend nicht von Schönheit geprägt, und der Verkehr durch die Nähe der Hauptstadt dichter wurde, kamen wir zu dem Entschluss, Richtung Durres weiter zu fahren. In Albanien sind die Straßen schlecht beschildert, und außerdem gibt es kaum Ortstafeln. Daher verließen wir uns ganz auf unser Navi, welches uns problemlos zur Autobahnauffahrt nach Dures führte. Es war eine Wohltat eine Straße westlichen Standards zu befahren. Jedoch Vorsicht: Auf- und Abfahrten gibt es zu jedem Anlass! Auch muss man darauf gefasst sein, dass einem Mopeds auf der Richtungsfahrbahn entgegenkommen oder Schafe die Autobahn überqueren. Nach kurzer Zeit erreichten wir Durres. Im Stadtgebiet war es unmöglich für unser Wohnmobil einen Parkplatz zu ergattern - Möglichkeiten ergaben sich nur im Hafengebiet. Von hier konnten wir bequem die Stadt erkunden und auch nächtigen. Am nächsten Morgen fuhren wir zum Baden an den am südlichen Stadtrand von Durres gelegenen Strand. Parkmöglichkeiten gab es an dem von Baustellen umgebenen Badestrand kaum. Nach einer wohltuenden Erfrischung im Meer setzten wir unsere Fahrt Richtung Flores fort. Auf sehr gut ausgebauten Straßen passierten wir Lushnje, aber wenige Kilometer danach änderte sich schlagartig der Zustand der Straße. Der Asphalt war voller langgezogener tiefer Löcher; es war einfach unmöglich schneller als im 2.Gang zu fahren, d.h. 20km/h Höchstgeschwindigkeit waren für das Wohnmobil das Maximum. Da der Abend nahte und sich auch der Magen bemerkbar machte, suchten wir einen Parkplatz für die kommende Nacht. Dieser war bald auf einem Restaurantparkplatz in der Nähe der Stadt Kolonje gefunden. Das dortige Restaurant war ausgesprochen sauber und der Wirt besonders freundlich. Mit der Verständigung hatten wir unsere liebe Not. Die Speisen waren jedoch preisgünstig und von hervorragender Qualität. Die Sauberkeit des Lokals waren allererste Klasse. Nächsten Morgen ging unsere Fahrt weiter über Fier nach Vlore. Die Straße war wieder katastrophal. In Vlore wurde die Stadteinfahrt neu errichtet. Im Hafengebiet herrschte ein geschäftiges Treiben. Nach dem Mittagshalt fuhren wir auf einer besonders reizvollen und schönen Straße Richtung Dhennj. Wir hatten den Pass mit einer Höhe von 1050m bei Dukat zu überwinden. Auf der Passhöhe hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die unter uns liegende Adria. Nach kurzer Kaffeepause führte uns die Straße in Serpentinen bergab zu dem Ort Dhennj. Ab hier war es Schluss mit lustig, die Straße wurde äußerst schlecht und auch sehr schmal. Dazu kamen die einheimischen Autofahrer mit ihrer Unüberlegtheit im Straßenverkehr. Die an dieser sogenannten Hauptstraße liegenden Orte Himare, Palermo, Borsh und Lukove machten auf uns einen zauberhaften verschlafenen Eindruck. Es ist kein Wunder, da diese Orte weit ab von einer vernünftigen Verkehrsanbindung liegen. Überrascht waren wir von der geschäftigen und sauberen Stadt Saranda. Natürlich suchten und fanden wir in kurzer Zeit einen unmittelbar am Meer liegenden Park- und Nächtigungsplatz. Dieser Ort ist ein aufgeschlossener, aufstrebender Tourismusort der gerne vom nahegelegenen Korfu von Tagesausflüglern besucht wird. Hier lohnt es sich, mehrere Tage zu verweilen. Hervorzuheben ist auch hier die hervorragende Gastronomie. Nachdem wir einige Tage im lieblichen Saranda verbracht hatten, setzten wir unsere Reise zu der 15 km entfernten frühchristlichen Ausgrabungsstätte Butrint fort. Albaniens größte und schönste antike Stätte steht unter dem Schutz der UNESCO und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Entstanden ist Butrint im 12. Jhdt v. Chr. Es liegt in einer wunderschönen Umgebung. Gute 2 Stunden dauerte die Besichtigung des gepflegten und gut erhaltenen Geländes. Zum Abschluss besuchten wir die Taverne der Ausgrabungsstätte um uns zu stärken, und um für die letzten 12km zur griechischen Grenze gerüstet zu sein. Per altertümlicher Seilzugfähre überwanden wir den Vivari-Kanal. Danach folgte eine kurzen Fahrt auf einer schönen Straße, gefolgt von einer 6 km langen Pistenstrecke zum griechischen Grenzübergang Sagiada, welchen wir nach 1,5 Stunden erreichten. Albanien war für uns eine wunderschöne abenteuerliche Fahrt. Es war sicherlich nicht das letzte Mal, dass wir dieses schöne, freundliche Land mit unserem Wohnmobil besucht haben. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Strand bei Ulcinj | Shkodra | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Straße in Shkodra | Brücke bei Shkodra | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Blick von Rozafa | MES Brücke | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Burg Rozafa | Küste bei Himare | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Hauptraße bei Himera | Hauptstraße bei Palermo | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Küste bei Palermo | Promenade in Saranda | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Schlafplatz in Saranda | Blick von Butrint | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Butrint | Ausgrabung bei Butrint | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Fähre über den Vivare Kanal | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Seilzugfähre | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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